KI und kompetente Autorenschaft im wissenschaftlichen Schreiben / 26-6-KA-3

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KI und kompetente Autorenschaft im wissenschaftlichen Schreiben / 26-6-KA-310.06.2026 09:00 - 17:00 (Wed)onlineDr. Spindler, Anselm

Teilnahme

Für Promovierende aller Fachrichtungen und aller Promotionsphasen der Berlin University Alliance und Potsdam Graduate School.

Bevor Sie einen Workshop buchen, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie für die gesamte Dauer des Workshops teilnehmen können, um ein Zertifikat zu erhalten. Bitte lesen Sie unsere terms and conditions.   

 

Die Teilnehmer*innen brauchen:

  • Einen Account bei ChatGPT. (Es muss kein Pro-Account sein, die kostenlose Version reicht aus.)
  • Einen wissenschaftlichen Text, den sie gerade schreiben oder mal geschrieben haben,  z.B. einen Artikel oder ein Kapitel aus einer Monographie / Abschlussarbeit. Der Text sollte ca. 20 Seiten lang sein und im PDF-Format vorliegen (max. 5 MB Dateigröße).
  • 3 Probeseiten aus einem aktuellen Schreibprojekt; auch in elektronischer Form, damit sie den Text mit jemandem teilen können. (Es können auch 3 Seiten aus dem oben genannten Artikel oder Kapitel sein.)
 
 

Ziele & Inhalt

Kl-basierte Schreibtools spielen heute für  das  wissenschaftliche  Schreiben  eine  wichtige Rolle. Sie werden (offen oder heimlich) für das Generieren von neuem Text sowie für das Umschreiben und Überarbeiten selbstgeschriebener Texte  verwendet.  Allerdings  geschieht dies in einer Situation, die in mindestens  zwei Hinsichten  unklar  ist: Zum einen fragen  sich viele Promovierende, ob es rechtlich und wissenschaftsethisch überhaupt erlaubt  ist,  Kl­ basierte Schreibtools zu verwenden. Zum anderen liegt es nicht auf der Hand, wie Kl-basierte Schreibtools sinnvoll und zielführend in den Schreibprozess integriert werden können.

In diesem Workshop beschäftigen wir uns deshalb mit Kl-basierten Schreibtools, und zwar indem wir nach unserer eigenen, ganz menschlichen Schreibkompetenz fragen: Worin besteht kompetente Autorenschaft in der akademischen Welt? Die Fähigkeit, neue Texte zu generieren, gehört sicherlich dazu - ebenso wie die Fähigkeit, vorliegende Texte umzuschreiben, kritisch einzuschätzen und zu verbessern. Im Workshop haben die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, entsprechende menschliche und Kl-gestützte Schreibtechniken auszuprobieren und miteinander zu vergleichen.
Zu kompetenter Autorenschaft in der Wissenschaft gehört aber auch die Übernahme von Verantwortung für den eigenen Text und ein klares Bewusstsein für die Schreibkonventionen im eigenen Fach. Im letzten Teil des Workshops beschäftigen wir uns deshalb mit der Frage, welche Regeln für die Verwendung von KI-Tools gelten. Denn Autor*in zu sein bedeutet in der Wissenschaft auch, zu wissen, welchen Regeln und Erwartungen mein Text unterliegt, und dabei auch kompetent mit Regelungsvielfalt und Regelungslücken umzugehen.

In diesem Sinne ist der Workshop keine detaillierte Einführung in die Funktionsweise einzelner KI-Schreibtools, sondern verfolgt die Idee, unser Gespräch über »Al literacy« mit den Fragen nach unseren menschlichen Schreibfähigkeiten und unserem Selbstverständnis als Wissenschaftsautor*innen zu verbinden. Das Ziel ist es, auf diesem Wege über beide Fragen etwas herauszufinden: ob die Verwendung von Kl-basierten Schreibtools erlaubt ist und wie sich solche Tools sinnvoll in den Schreibprozess integrieren lassen.

 

Ziele:

• Wissenschaftliche Schreibkompetenz und Autorenschaft reflektieren
• Kl-basierte Schreibtools ausprobieren und mit >menschlichen< Schreibtechniken vergleichen
• Repertoire an Schreib- und Überarbeitungstechniken reflektieren und erweitern
• Kl-basierte Schreibtools sinnvoll in den Schreibprozess integrieren
• Aktiver Umgang mit der aktuellen Regelungssituation für KI-Tools

 

Im Voraus

In der Auseinandersetzung mit den Problembereichen werden auch die entsprechenden wissenschaftstheoretischen Grundlagen thematisiert. Im Fokus des Workshops steht weniger die Vermittlung wissenschaftlicher Normen und Standards, sondern eine Reflexion, was gute wissenschaftliche Praxis und die damit verbundenen Werte für die einzelnen Teilnehmer*innen bedeuten.

 

Methoden

•Trainer-Inputs
•Reflexions- und Schreibübungen
•Gruppenarbeit
•Plenumsgespräche

 

Bitte beachten

Für Updates und Ankündigungen melden Sie sich für unseren DRS-Newsletter an.

Informieren Sie sich auch über Workshops an den Partnerinstitutionen der BUA, die für Sie kostenlos sind: Graduate Studies Support Program.

Die Teilnahme an Online Workshops ist an folgende Bedingungen geknüpft: eine funktionierende Kamera, die eingeschaltet ist, und ein Mikrofon, um die aktive Teilnahme an Diskussionen und Gruppenarbeiten zu ermöglichen. Außerdem müssen Kopfhörer verwendet werden, um andere Teilnehmer vor Mithörern im Büro zu schützen.

Unabhängig von Präsenz- und Online-Workshops verweisen wir auf die Regeln der Freien Universität Berlin, die im Code of Conduct nachzulesen sind.

 

Weitere Informationen

Bei freien Plätzen ermöglichen wir auch Postdocs die Teilnahme.

Die Promotionsprogramme berechnen die Credits auf der Grundlage der durch die Teilnahme an einem Workshop erworbenen Arbeitseinheiten. Jede Arbeitseinheit entspricht 45 Minuten Workshopzeit, und 8 Arbeitseinheiten entsprechen 0,5 Credits. Bei Mini-Workshops (weniger als 8 Arbeitseinheiten) werden die Credits anteilig auf der Grundlage der Arbeitseinheiten berechnet. Bitte beachten Sie: Um für eine Anrechnung in Frage zu kommen, müssen Sie genügend Arbeitseinheiten aus kurzen Workshops sammeln. Die Teilnahme an zwei 3-stündigen Workshops ergibt zum Beispiel 8 Arbeitseinheiten (2 Workshops x 4 Arbeitseinheiten), was 0,5 Credits entspricht.

 

 

Course Format: 
online
Course Capacity: 
12
Course Language: 
German
Work Units: 
8
Budget Points: 
8
PDF template: 
BUA (de)
Instructor: 
Dr. Anselm Spindler
Type: 
Workshop